Besuch der ukrainischen hin Partnerstadt Volodymyr

Am 19. Mai 2022 machte sich unser Stadtrat Dr. Martin Böttger auf den Weg in die ukrainische Partnerstadt Volodymyr um Hilfsgüter zu liefern. Damit konnte er sich einen Überblick über die Situation vor Ort verschaffen und Hilfsgüter übergeben.

„Nun bin ich mit meinen 75 Jahren zum ersten Mal in einem Land, in dem Krieg herrscht“ sagte Fraktionsmitglied Martin Böttger beim Überschreiten der polnisch-ukrainischen Grenze. Zusammen mit dem Vorsitzenden des Vereins „Partnerschaft zur Ukraine“, Karl-Ernst Müller ging es am 19. Mai mit einem VW-Transporter gut 1000 Kilometer bis zur Zwickauer Partnerstadt Volodymyr in der Westukraine.

Noch am Abend findet ein gebrauchter Schweißapparat seinen Besitzer, den uns ein Nachbar beim Beladen anbot. Unser Geld findet Verwendung für die Versorgung der etwa 4000 Flüchtlinge aus der Ostukraine in der Stadt Volodymyr. In der Geldspende enthalten ist auch ein beträchtlicher Betrag unseres beratenden Bürgers Günter Kretzschmar. Günter unterstützt uns also nicht nur in Bauangelegenheiten sondern auch bei humanitärer Hilfe.

Wir hatten auch viele materielle Hilfsgüter bei uns, auch dank eines VW-Sprinter der Zwickauer Firma tip-top. Geschenke der MdEP Hohlmeier und Verheyen, der Sächsischen Staatskanzlei, der Stadt Zwickau (Blutbehälter, Notstromaggregat) und vieler privater Spender, vor allem im Bereich von Technik, Medizin und Textilien. Auch viel Schokolade von GLOBUS erfreute die Kinder. Toll vorbereitet war die Aktion durch Valeriia Kornienko, gedolmetscht von Tanja K.

Sie und ihr Land haben Schlimmes hinter sich, wir möchten ein wenig zur Linderung beitragen, sagte Karl-Ernst den Wartenden. Schnell entschlossen bekam ein Mädchen aus Kijiw den Teddy der Tochter der Zwickauer Gewandmeisterin Katrin M. Denn es waren schon bewegende Situationen, die wir erlebten. In zwei umfunktionierten Studentenwohnheimen der westukrainischen Stadt, drei ehemals leer stehenden alten Häusern in Laskiw (Ortsteil von Volodymyr) sahen wir dem Elend ins Gesicht! Eine Frau drückte ihren Dank mit einem Strauß Maiglöckchen aus. Das waren nicht die einzigen Geschenke, die wir empfingen und hauptsächlich den Sponsoren weiter reichen.

Zum Hissen der EU-Flagge am Europa-Tag, dem 20. Mai bat man uns vor das Rathaus. Bürgermeister Igor Paljonka ließ sich vertreten, er weilte zu wichtigen Gesprächen im Osten des Landes. Ein Kurzbesuch des Dorfclub Woschtschatin, den der Verein 2021 finanzierte, komplettierte die Reise.

Viele Grüße gab man uns mit. Und mit bewegenden Worten herzlichen Dank! Für eine Arbeit, die der Vereinsvorstand koordiniert, aber die von Menschen mit viel Herz und den Mitgliedern getragen wird.

Der ehemalige Stadtrat Karl-Ernst Müller bedankte sich auch bei der Fraktion SPD/GRÜNE/Tierschutzpartei für die gute Zusammenarbeit.

Fraktion unterstützt Kampagne „Viele Wege für Zwickau“

Die Fraktion SPD/Grüne/Tierschutzpartei Zwickau unterstützt die Kampagne für ein entspanntes, lächelndes und weltoffenes Zwickau. Am 1. Mai wollen in Zwickau Menschen aus ganz Deutschland auf die Straße gehen, die sich u. a. für die „Wiederherstellung Gesamtdeutschlands in seinen völkerrechtlichen Grenzen“ oder die „Entwicklung der biologischen Substanz des Volkes“ einsetzen und sich damit radikal gegen eine offene Gesellschaft auch in Zwickau richten.

Wir finden Zwickau kann mehr und es gibt viele Wege Zwickau noch schöner zu machen, aber diesen wollen wir nicht.

Rede zur Friedenskundgebung in Zwickau, 21.4.2022

Auch bei der 4. Friedenskundgebung für die Ukraine sprach wieder ein Vertreter unserer Fraktion. Dieses Mal fand unser Stadtrat Dr. Martin Böttger klare Worte zum Krieg in der Ukraine:

„Zu Ostern wurde in Chemnitz für den Frieden marschiert. Einige Vertreter dieser Bewegung meinen, dass der ukrainische Präsident Selenski den Krieg hätte verhindern können. Sie fordern einen Stopp der Waffenlieferungen, um die Ukraine zum Aufgeben zu veranlassen.

Eine sofortige Kapitulation der Ukraine würde den Krieg beenden, aber sie würde eine Schreckensherrschaft beginnen. Dann würden russische Truppen das gesamte Land besetzen. Sie würden die komplette Regierung in Kiew, die zentrale Verwaltung, sowie zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister austauschen. Auch der Bürgermeister unserer Partnerstadt Volodymyr, Herr Igor Paljonka könnte unter russischer Besatzung nicht im Amt bleiben. Russische Soldaten würden ihn internieren oder sogar erschießen.

In einer sogenannten „Entnazifizierung“ würden viele Ukrainerinnen und Ukrainer in Gefängnisse und Lager gesperrt werden. Alles das würde geschehen, wenn die Ukraine keine Waffen und keine Munition mehr erhielte.

Ich frage nun, was mit den vielen Nazis im Kreml passieren sollte. Denn diese Machthaber verbieten Homosexualität, schaffen Pressefreiheit ab, schalten Opposition aus und führen einen Angriffskrieg gegen ein Nachbarland. Das sind die wahren Nazis!

Ich stelle fest: Zur Zeit gibt es im Kreml deutlich mehr Nazis als in der Ukraine.

Deshalb: Solidarität mit der Ukraine!

Solidarität mit Bürgermeister Paljonka!

Unterstützung für alle, die Freiheit und Selbstbestimmung der Ukraine verteidigen!

Aber auch: Solidarität mit der Vereinigung der Soldatenmütter in Russland, mit der mutigen russischen Friedensbewegung, die von Putins Polizei eingesperrt wird. Der Ostermarsch sollte fortgesetzt werden – auf dem Roten Platz in Moskau.“

Kostenlose Bereitstellung von Monatshygiene in weiterführenden Schulen

Hinsichtlich unseres Antrages „Kostenlose Bereitstellung von Monatshygiene auf schulischen Toiletten“ wurde sich in Absprache mit der Verwaltung darauf verständigt, dass ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt in den Schulsekretariaten von weiterführenden Schulen ab der 5. Klasse die Möglichkeiten für die kostenlose Bereitstellung von Monatshygiene geschaffen werden.

Wir freuen uns über diesen Schritt der Verwaltung und der damit verbundenen Unterstützung der jungen Mädchen. Die Menstruation einer Frau, besonders im jungen Alter, tritt nicht immer regelmäßig und oft überraschend ein. Das Thema ist nach wie vor stark tabuisiert, weswegen sich viele nicht trauen, andere Frauen bzw. Mädchen auf Hygieneprodukte anzusprechen. Mit Ausgabe von Binden und Tampons durch die Schule kann für dieses Problem Abhilfe geschaffen werden.

Wir hätten uns gewünscht, unseren Antrag weiter bis zur Stadtratssitzung verfolgen zu können. Besonders die Diskussionen in den Ausschüssen zeigte uns, wie viel Unwissenheit bei diesem Thema besteht. „Es entstand eine vollkommen unsachliche Diskussion zu einem so wichtigen Thema.“ konstatierte unser Stadtrat Jens Juraschka. Leider wurde von den Stadträten und Stadträtinnen das augenscheinliche Problem verneint. 

Daher freuen wir uns über diese Lösung der Stadtverwaltung und die bedarfsgerechte Bereitstellung von Tampons und Binden an den Schulen. Die Bereitstellung von Monatshygiene sollte genauso selbstverständlich sein wie Toilettenpapier oder Seife.

3. Friedenskundgebung fand am 07.04.2022

Nun fand bereits die 3. Friedenskundgebung in Zwickau statt. Zwickau setzt weiter Ein Zeichen gegen die russische Invasion und stellt sich solidarisch an die Seite des ukrainischen Volkes. Dieses Mal sprach unser Stadtrat Kay Leonhardt zur Kundgebung:

„Ich freue mich, dass wir uns heute zum dritten Mal gemeinsam versammeln und parteiübergreifend Solidarität bekunden. Solidarität mit den Geflohenen, die ihre Heimat verlassen mussten. Solidarität mit denen, die im Krieg ihre Angehörigen verloren haben. Aber auch mit denen, die sich aktuell noch in der Ukraine befinden und auf ein baldiges Ende des Krieges hoffen – wie wir alle. Denn auch, wenn ich mir einen schöneren Anlass wünschen würde, so hat der Krieg letztlich eins erreicht – die Gesellschaft ist näher zusammengerückt.

Zahlreiche Menschen, auch hier in Zwickau, leisten täglich freiwillige Arbeit, um den Betroffenen zu helfen. Sie spenden Geld, Lebensmittel und Hilfsgüter. Sie leisten Deutschkurse, stellen Unterkunft zur Verfügung und helfen an vielen weiteren Stellen, deren Erwähnung im Rahmen um einiges sprengen würde. Ihnen gehört der Dank, Respekt und Anerkennung.

Als am 24.02.2022 der russische Überfall auf die Ukraine begann, war ich zutiefst geschockt. Für meine Generation, die erst nach der Zeit des Kalten Krieges geboren wurde, war ein Krieg in Europa nicht vorstellbar. Der 24.02.2022 belehrte uns eines Besseren. Der Krieg ist plötzlich so nah und fast schon könnte man sich einen Krieg in Deutschland vorstellen. Der Gedanke daran bereitet mir große Sorgen und macht mir Angst. Umso mehr freut mich das anfangs von mir erwähnte Engagement der Zivilgesellschaft. Einer Zivilgesellschaft, die sich klar für den Frieden ausgesprochen hat.“

Kundgebung zur Solidarität mit der Ukraine

Am 1. März fand eine Kundgebung zur Solidarität mit der Ukraine auf dem Hauptmarkt statt. An dieser nahmen über 500 Zwickauerinnen und Zwickauer teil. Den Teilnehmern, die mit uns ein starkes Zeichen der Solidarität setzten, gebührt dabei unser Dank. Viele Banner und Schilder sowie unterschiedliche Redebeiträge verurteilten Putins Angriff auf die Ukraine.

Einen besonderen Dank möchten wir unserem Stadtrat Wolfgang Wetzel aussprechen, der mit seiner tiefgreifenden und zum Nachdenken anregenden Rede genau die richtigen Worte fand, die auch uns tief bewegen. Er bezeichnete den russischen Angriffskrieg als eine Verachtung der Menschenrechte; ein Krieg der eine Ausdurcksform für die politischen Verwerfungen ist, in denen die Welt seit Jahren steht. Wir stehen für Demokratie, plurale Gesellschaften und den Freiheitswillen der Menschen!

Einen Auszug seiner Rede finden Sie hier:

Solidarität mit ukrainischer Partnerstadt Volodymyr 

Am Donnerstagmorgen hat Russland den Krieg gegen die Ukraine begonnen. Aus diesem Grund hat unsere  Fraktion SPD/Grüne/Tierschutzpartei zusammen mit den Fraktionen CDU/FDP, DIE LINKE und Bürger für Zwickau einen Antrag in den Stadtrat am 24.02.2022 eingebracht. Dieser sieht das Senden einer Solidaritätsadresse an unserer ukrainische Partnerstadt Volodymyr vor. Darin soll das Vorgehen der russischen Armee gegen die ukrainische Republik verurteilt werden. Gleichzeitig ist die Verbundenheit der Menschen in Zwickau, besonders auch zu unserer Partnerstadt Volodymyr, zu bekräftigen. 

„Es ist sehr wenig was wir tun können. Aber wir wollen uns nicht abschrecken lassen von dem Krieg Russlands gegen die Ukraine und mit unseren bescheidenen Mitteln versuchen die Partnerschaft zu erhalten und zu stärken.“ (Dr. Martin Böttger)

Im Brief soll deutlich werden, dass auch in dieser äußerst schwierigen Zeit die Hilfstransporte und gegenseitigen Besuche der Partnerstädte weitergehen, sofern die Kriegslage dies zulässt.

Fraktion SPD/Grüne/Tierschutzpartei steht zum Erhalt des 04-Bades

Aufgrund von dringenden Sanierungsarbeiten musste das 04-Bad letztes Jahr geschlossen bleiben. Bereits im Sommer 2021 machten wir als Fraktion deutlich, dass wir unser Wort halten und uns für den Erhalt des Bades einsetzen. 

Nun macht die Verwaltung den Vorschlag, dass 04-Bad als Freizeit- und Familienareal zu nutzen und erteilt somit der Wiedereröffnung und Betreibung des Bades eine Absage. Unsere Fraktion wird nichts unversucht lassen das 04-Bad für die Zwickauerinnen und Zwickauer als Bad zu erhalten.

Fraktionsvorsitzender Jens Heinzig

Fraktionsvorsitzender Jens Heinzig macht deutlich:„Wir erwarten, dass mit dem zur Verfügung stehenden Geld der weitere Verfall umgehend gestoppt wird. Da wir im Unterschied zur Oberbürgermeisterin nach der Wahl noch wissen, was wir vor der Wahl versprochen haben, werden wir für den Erhalt der „Nulle“ kämpfen.“

Das Freibad in Pölbitz ist als Freizeit- und Erholungsstätte für die Einwohner unverzichtbar.